• Felix

Warum ich als Freelance Consultant angefangen habe, und du es dir auch überlegen solltest





Die "Gig Economy" wächst von Jahr zu Jahr und hält sich auch nicht von der Beratungsindustrie fern. Passend zum Trend der "Liquid Workforce" möchte ich dir eine Übersicht der Vor- und Nachteile vom Freelance Consulting geben.


Lass uns mit den Nachteilen starten.


1. Selbständigkeit heisst mehr Selbstorganisation

Nicht jeder ist ein Selbstorganisationstalent. Selbständige Berater müssen sich um alles kümmern, was zuvor der Arbeitgeber für sie erledigt hat. So fallen administrative Arbeiten an, welche für dich neu sein werden. Um dich zu beruhigen: Freelance Consulting-Plattformen wie INDICON machen es dir relativ einfach, deinen Berateralltag zu meistern, indem sie einen Grossteil deiner administrativen Aufgaben übernehmen.


2. Du trägst zusätzliche Kosten

Wenn du selbständig bist, übernimmst du die Kosten für die erste (AHV, IV, EO etc.) und zweite Säule (Pensionskasse) von der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite. Das heisst für dich konkret, dass du rund 9% mehr Kosten einrechnen musst. Dazu kommt die Mehrwertsteuer ab einem Umsatz von CHF 100'000, Doppelbesteuerung (da du Firmen- sowie Privatsteuern bezahlst) und Kosten für die Führung vom Pensionskassenfond, der Versicherung und der Gründung deiner Firma. Das sollte dich aber alles nicht abschrecken – schliesslich wirst du als Freelance Consultant üblicherweise mindestens 30% mehr verdienen im Vergleich zu einem Anstellungsverhältnis in einer "traditionellen" Beratungsfirma.


3. Du bist für alles verantwortlich

Du hast keinen Partner mehr im Hintergrund, der dir vorgibt, was du zu machen hast oder dir den Rücken stärkt in einer hitzigen Diskussion mit dem Kunden. Freiberufler zu sein bedeutet, dass man sich mit den Problemen direkt auseinandersetzen muss und nicht zuwarten kann. Solange du dich dem bewusst bist, gewöhnst du dich rasch daran. Für viele ist dies auch ein grosser Vorteil der Selbständigkeit – keiner redet dir rein.



Nun zu den Vorteilen vom Freelance Consulting:


1. Du folgst deiner Leidenschaft

Die Flexibilität vom Freelance Consulting erlaubt dir, den Lebensstil zu leben, der zu dir passt. So entscheidest du selbst, welches Projekt du annimmst und wann du lieber eigene Projekte verfolgst. Oder in anderen Worten – du machst nur das, was du auch wirklich willst. Dies hat generell zur Folge, dass deine Consulting-Projekte besser deinen Fähigkeiten und Interessen entsprechen. Im Umkehrschluss führt dies natürlich auch zu einer höheren Kundenzufriedenheit.


2. Du erstellst deinen eigenen Zeitplan

Als Freelancer geniesst du mehr Freiheiten im Vergleich zu "normalen" Mitarbeiter. Du entscheidest, wann es in den Urlaub geht – ohne dass dich dein Vorgesetzter anruft und ein weiteres Mal bittet, deinen Urlaub zu verschieben. Du definierst gemeinsam mit deinem Kunden, wann du was lieferst und kannst so öfter dein eigenes Tempo fahren, als du es vielleicht vom "traditionellen" Beraterleben kennst.


3. Wenn du dich irgendwo profilieren musst, dann nur beim Kunden

Wie oft kommt es in deinem Consultantalltag vor, dass du nebst Projektarbeit zusätzliche firmeninterne "Hobbies" wie z. B. Netzwerkevents organisieren und Proposalschreiben verfolgst? Und dies alles nur, damit du am Ende vom nächsten Jahr eventuell befördert wirst? Als Freelancer fallen diese Themen komplett weg. Du kannst dich 100% auf deine Kunden fokussieren und wirst nicht durch firmeninterne Intrigen abgelenkt.


4. Das Risiko ist relativ gering

Deine Ausgaben limitieren sich auf die Gründung deiner Firma (ca. CHF 1000.-), deinen Laptop und deine Zeit. In vielen anderen Industrien bräuchtest du ein weitaus höheres "Buy-in". Auch die Frage nach dem "Verkaufen" erübrigt sich, wenn du die Hilfe von Plattformen wie z. B. INDICON annimmst, welche den ganzen Salesteil für dich übernehmen und attraktive Projekte an Land ziehen, währenddem du dich gänzlich auf die "Execution" konzentrierst.


Überzeugt? Lass mich wissen, welche weiteren Vor- oder Nachteile du im Freelance Consulting siehst. Wie einfach es ist, sich selbständig zu machen, liest du in einem meiner nächsten Blogposts.


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