• Felix

Freelance Consultants & “The Future of Work”

Aktualisiert: 29. Sept 2018




The future of work – sie ist gerade in aller Munde. Nicht nur führende Beratungsfirmen, sondern auch supranationale Institutionen wie z. B. die OECD publizieren häufig und ausführlich zu dem Thema (vgl. OECD, WEF, ILO, McKinsey, Deloitte, Accenture & EY, um nur einige Quellen zu nennen).

Grundsätzlich stellt sich die Frage, wie sich der Arbeitsmarkt im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung weiterentwickeln wird. Und für uns etwas konkreter – ist das «Geschäftsmodell Freelance Consultant» unter diesen Gesichtspunkten zukunftsträchtig?

Steigende Nachfrage nach spezialisierten Arbeitskräften

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verdrängen zurzeit vor allem Routinearbeiten. Interessanterweise jedoch nicht unbedingt die einfachsten, sondern eher «mittelmässig» komplizierte Routinetasks.




Gleichzeitig erfreuen sich Menschen mit hochspezialisierten Profilen in OECD-Ländern einer zunehmenden Nachfrage. Diese Art Jobs beinhaltet meistens das Arbeiten mit neuen Informationen, zwischenmenschliche Skills und das Lösen von unstrukturierten Problemen – typische Consultantarbeit.


Firmen suchen spezialisierte, aber auch flexible Arbeitskräfte

Diese Zahlen untermauern die These, dass Unternehmen heute mehr als in früheren Jahrzehnten auf spezialisierte Arbeitskräfte angewiesen sind. Gleichzeitig verlangen diese von ihren Arbeitnehmenden mehr Flexibilität. Schliesslich führt die «Digitale Transformation» dazu, dass Unternehmen heute grundsätzlich schneller und öfter auf neue Herausforderungen reagieren müssen, um am Markt erfolgreich zu bleiben.


Gesucht werden deshalb spezifische Profile, welche in zunehmend agilen Projekten während einer bestimmten Zeitperiode eine klar definierte Arbeit kompetent erledigen / eine klar definierte Rolle kompetent wahrnehmen. Dabei fehlt es oft am Geld oder einfach nur am Wille zu einem längerfristigen Commitment, weshalb solche Rollen gerne mit (externen) Consultants besetzt werden.


INDICON schätzt, dass heute etwa 11% der ca. 50'000 in der Schweiz tätigen Consultants selbständig / als «Freelancer» tätig sind – Tendenz steigend.


Plattformtrend und -vorteile

Eine Vielzahl dieser Freelance Consultants greift auf Onlineplattformen zurück, um spannende Projekte zu finden. Plattformen wie INDICON bestechen grundsätzlich durch die Fähigkeit, innerhalb von kürzester Zeit eine grosse Anzahl an vorselektionierten Profilen bezüglich den für ein bestimmtes Projekt (oder einen bestimmten Task) erforderlichen Skills und Erfahrungen zu «screenen». Den Projektkunden und Freelancer wird zudem eine Plattform zur Verfügung gestellt, worüber sie in einem sicheren und effizienten Rahmen miteinander Geschäfte abwickeln können. Die schlankere Kostenstruktur, mit der Onlineplattformen – im Vergleich zu traditionellen Firmen – operieren können, macht sie weiter attraktiv. Aus diesen vielschichtigen Vorteilen wird ersichtlich, warum immer mehr Unternehmen in verschiedensten Branchen auf entsprechende Onlineplattformen zurückgreifen, um ihre flexible «Workforce» zu bewirtschaften.


2020 – 2030: Das Jahrzehnt der Freelance Consultants?

Im 2027 wird es in den USA zum ersten Mal mehr Freelancer als Vollzeitangestellte geben, schenkt man der oft zitierten 'Freelancing in America'-Studie Glauben. Tatsächlich deutet vieles darauf hin, dass das kommende Jahrzehnt das Jahrzehnt der Freelancer werden wird: Die fortschreitende Digitalisierung wird etablierten Unternehmen noch mehr Flexibilität abverlangen, was ziemlich sicher zu mehr Projekten für (Freelance) Consultants führt. Freelanceplattformen werden nicht nur technisch besser dastehen, sondern auch vom Geschäftsmodell her attraktiver werden für Freelancer (z. B. durch dezentralisierte Eigenkapitalmodelle, wie dies INDICON gerade etabliert). Dies wiederum wird Eintrittshürden für Consultants, die mit dem Konzept der Selbständigkeit liebäugeln, reduzieren. Darüber hinaus ist denkbar, dass sich auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen fürs Freelancing verbessern (man denke z. B. an eine neuartige Sozialversicherung für Freischaffende, die vielleicht noch nicht in 5, aber schon eher in 10 Jahren Realität sein könnte).


May the force be with you!

Wir steuern auf eine komplexere, kollaborativere und in einem hohen Masse digitalisierte Welt zu, in der spezialisierte und flexible Consultants sehr gefragt sein werden, da man sie – zumindest in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts – nicht durch AI ersetzen kann.


Traditionell organisierte Beratungsfirmen werden es tendenziell schwerer haben, sich am Markt gegenüber den Online-Freelanceplattformen zu behaupten, da Letztere neben dem Preis- auch ihren Tempo- und Qualitätsvorteil (i. e. besseres Matching) weiter ausschöpfen werden.


Aus persönlicher Sicht rate ich Consultants, sich möglichst früh auf "die neue Welt" vorzubereiten und einzulassen, um "early mover"-Vorteile nicht zu verpassen. Ein «track record» an eigenständig durchgeführten Projekten muss schliesslich auch erst erarbeitet werden. Bei INDICON helfen wir dir gerne, dich bei deinen ersten Schritten in die Beraterselbständigkeit zu unterstützen.




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